Arosa ist so schön! Wenn nur die lange, kurvenreiche Fahrt von Chur nach Arosa nicht wäre… Gut gibt es da den Bären-Express – Auf der Fahrt mit der Rhätischen Bahn wird der Familie nicht nur nicht übel, für die Kinder ist die Fahrt ganz schön spannend 😉

 

Arosa lädt nicht nur im Winter zum Ski- und Snowboardfahren, sondern auch im Sommer zum Wandern. Da Arosa allerding zuhinterst im Tal Schanfigg liegt, ist die Fahrt mit dem Auto nichts für jedermann. Die Schafiggerstrasse von Chur nach Arosa ist über 30km lang und überwindet mit ihren über 200 Kurven 1’280 Höhenmeter. Nicht nur den Kindern wird da rasch übel… Nein, auch ich musste mich da schon übergeben. Nach einem Pärchenwochenende in Arosa sagte ich daher meinem Mann, dass er ohne mich losfahren soll. Ich würde die Rhätische Bahn nehmen und ihn in Chur treffen um den Rest des Heimweges mit ihm gemeinsam zu anzutreten. Ich ging also zum Bahnhof Arosa und fuhr zurück ins Tal ohne die Spur einer Überkeit und hatte dabei sogar noch eine tolle Aussicht. Dabei entdeckte ich zudem den Bären-Express, den ich unbedingt den Kindern zeigen wollte.

 

Der Bären-Express

Als wir mit den Kindern unterwegs in die Skiferien waren, planten wir den Bären-Express gleich ein. Der Papa fuhr uns nach Chur wo wir in den bunt gestalteten Waggon zum Bärenland steigen. Die Kinder freuten sich ohnehin schon auf das Zug fahren, aber der Themenwaggon zum Bärenland war natürlich noch ein Zückerli obendrauf. Als wir einstiegen, wussten wir gar nicht in welches Abteil wir uns setzen sollten. In jedem Abteil hatte es nämlich ein anderes Bilderbuch zum Thema „Bär“ und so beschlossen wir rasch, dass wir uns während der Fahrt auch mal umsetzen würden.

 

Die Fahrt dauerte 60 Minuten (Zum Vergleich: Mit dem Auto 40 Minuten), die uns aber wie im Flug vergingen. Zuerst sahen wir uns ein kindergerechtes Sachbuch über die Bären der Welt an und lernten dabei allerhand. Danach las ich die Geschichte „Der kleine Hase, der ängstliche Bär und das grosse Geheimnis“ vor und ich kann behaupten, dass mehr als 4 Kinderohren zuhörten 😉 So sassen wir in diesem bunten Waggon mit den dekorierten Wänden über unseren Büchern und liessen uns einige Male vom Bärengebrüll aus den Lautsprechern erschrecken.

Aber auch der Blick aus dem Fester lohnt sich. In Chur tuckert die Bahn zuerst durch einen alten Teil der Stadt. Der Weg ins Tal hinauf führt nicht nur durch viele Tunnel, sondern auch über 41 Brücken – Das Langwieserviadukt ist dabei mit 284m die Längste. Nebst den zauberhaften alten Bündner Dörfchen, zeigt sich zudem eine beeindruckende Natur.

Die Fahrt kostete mich und die Kinder CHF 30.60.

 

Der Eichhörnliweg

Nicht weit vom Bahnhof Arosa beginnt der Eichhörnliweg, dort kann man nicht nur viele der putzigen Eichhörnchen sehen, sondern sie auch füttern. Wusstest Du das die Eichhörnchen in den Bergen nicht rot sondern schwarzbraun sind? Und dass sie einen schneeweissen Bauch haben?

Wer die Eichhörnchen füttern möchte, bringt am besten ungeschälte Nüsse von Zuhause mit. Die Zähne der Nager wachsen laufend nach und wenn sie nur geschälte Nüsse erhalten, nutzen sie die Zähne zuwenig ab. Sie mögen Erdnüsse, Haselnüsse aber auch Wallnüsse sehr gerne. Wir haben das leider erst im Nachhinein erfahren und hatten Wallnusskerne mitgebracht.

 

Sie sind jedoch nicht die einzigen Tiere, die von den Fussgängern gerne naschen. Ungeschälte Nüsse und Sonnenblumenkerne sind beliebt bei den Vögeln. Wenn man die Hand mit den Nascherein ausstreckt und ganz still bleibt, sitzen die Vögel kurz auf die Finger, picken sich ein Stück heraus und fliegen schnell damit zu einem Baum um sie zu verspeisen. Das sind nicht nur kleine Vögel wie Blaumeisen oder Haubenmeisen, sondern auch grössere wie der Tannenhäher.

Vögel fressen einem auf dem Eichhörnliweg Arosa aus der Hand

Morgens sind die Tiere natürlich noch nicht so satt wie am frühen Abend und so erhöht sich die Chance die Tiere zu sehen. Wenn es schneit, kommen die Tiere weniger. Und wenn man Glück hat sieht man Rehe 😉

Gegen Ende des Weges gibt es einen Spielplatz mit Feuerstelle – In den Sommermonaten sicher ein schöner Platz für eine Rast.

 

Skifahren mit Kindern in Arosa

Das Skifahren mit den Kindern fanden wir in Arosa toll. In den Zimmerpreisen ist die Skischule für die Kinder inbegriffen und so fuhren die Kinder Ende Woche schon fast besser als die Mama. DIe Kinder hatten in der Skischule viel Spass und freuten sich riesig auf das Skirennen am Donnerstag.

Auf jedem der Skilifte finden sich auch blaue und rote Pisten und so konnten wir mit den Kindern fast das gesamte Angebot nutzen. Sogar wer mit dem 6er-Sessel auf das Brüggerhorn zur schwarzen Black-Diamond Piste hochfährt, kann die Kinder mitnehmen und sie über eine blaue Piste ins Tal fahren lassen.

Wer mit kleineren Kindern unterwegs ist, sollte einzig darauf achten beim Carmenna-Sessellift in der Mitte auszusteigen. Wer ganz hoch fährt, muss mit den Kindern zuerst ein Stück schwarze Piste hinter sich bringen, bevor es auf roter Piste weiter runter geht.

Auch für kleine Kinder gibt es Möglichkeiten Ski zu fahren. In Innerarosa gibt es einen grösseren Skikindergarten für die Kleinsten mit Zauberteppich. Im neuen Honigland beim Prätschli ist ebenfalls ein kleiner Hügel mit Zauberteppich zu finden. Dort stehen die Kinder auf ein Förderband, das sie unkompliziert hochbringt. Wenn sie älteren Geschwister schon besser fahren können, ist gleich nebenan ein Schlepplift mit blauer Piste.

Wer den Skipass über ein Hotel bezieht, profitiert von günstigeren Preisen. Alternativ lohnt es sich die Tickets online zu kaufen, da der Preis dann ebenfalls leicht reduziert ist.

 

Das Bärenland

Das Bärenland ist noch ganz neu. Jetzt im WInter schlafen die Bären natürlich noch, aber wir möchten Sie im Sommer gerne einmal besuchen und werden Euch dann wieder darüber berichten.

 

Was ist Euer Highlight mit Kindern in Arosa? Gerne erfahren wir mehr von Euch 🙂

Liebe Grüsse Alexandra