Ich liebe Rutschen! Und ich konnte es seit der Geburt der Kinder kaum erwarten mit ihnen um die Wette zu rutschen 😀 Nun sind sie 5 Jahre alt und wir haben es gewagt mit ihnen den Wasserpark Alpamare in PfĂ€ffikon zu besuchen. Er ist der grösste Wasserpark hier und europaweit bekannt fĂŒr die vielen Rutschen *yay* Wie unser Ausflug war und welche Tipps wir fĂŒr Euch haben, das erfahrt ihr hier in unserem Erfahrungsbericht.

 

An meinem Geburtstag wollte ich etwas mit der Familie unternehmen. Bei trockenem Wetter hĂ€tte ich mich auf eine Wanderung gefreut, aber der Herbst hat sich von seiner verregneten Seite gezeigt. Als Schlechtwetterprogramm hab ich mir dann gewĂŒnscht, dass wir den Kindern das Alpamare mit seinen Rutschen zeigen. Die Ticket dazu lösten wir online und hatten GlĂŒck, denn es gab eine Herbstaktion mit vergĂŒnstigten Tickets.

 

Wir fuhren nach PfĂ€ffikon, parkierten auf dem kostenlosen Parkplatz und waren froh, dass wir an diesem Samstag zur TĂŒröffnung um 10:00 hier waren. Die Schlangen waren noch nicht zu lang und dank den Onlinetickets waren wir schnell eingechecked. Rasch umziehen und schon waren wir im Bad. Um uns etwas einzugewöhnen, badeten wir zuerst eine Runde im Aussenpool „Alpa Therme“. Danach nutzen wir die Zeit bevor die meisten GĂ€ste kommen und rutschten erstmal nahezu pausenlos auf den vielen riesigen Rutschen 😀

 

Die Rutschen

In den meisten anderen BĂ€dern – zumindest in jenen, die wir uns angesehen haben – dĂŒrfen Kinder meist ab 120 cm oder 6 Jahren auf die Rutschen. Auch unsere Kinder liebten bisher alle Rutschen und waren immer sehr traurig, wenn wir die Rutschen auslassen mussten. Im Alpamare gibt es 12 Rutschen, die zusammen 2’100 m lang sind. Und das Tolle daran sind 2 Dinge: Jede Rutsche ist lang und einige davon sind auch fĂŒr kleinere Kinder rutschbar 😀

Bevor sich an den Rutschbahnen Schlangen bilden konnten, haben wir uns auf die Suche gemacht. Ich hab mich im Voraus bei www.tuberides.de ĂŒber die einzelnen Rutschen informiert um herauszufinden, welche Rutschbahnen fĂŒr die Kinder geeignet sind. Wir starteten jeweils ein Elternteil mit einem Kind mit den harmloseren Rutschen und steigerten uns danach langsam. Je nachdem wie die Kinder sich auf den Rutschen fĂŒhlten, sassen wir aufrechter oder legten uns fĂŒr mehr Tempo hin. Am Ende sind wir auf fĂŒnf der grossen Rutschen wohl unzĂ€hlige Male gerutscht 🙂

Familienausflug - Rutschbahnen des Alpamare

Mini Canyon

Gestartet haben wir mit dem Mini Canyon, der gleich auf der Ebene der BĂ€der startet und neben den Rutschen „Wildwasser“ (bei unserem Besuch geschlossen) und „Balla Balla“ steht. Der Mini Canyon ist eine ĂŒbliche Rutsche wie man sie auch von den FreibĂ€dern kennt mit Kurven und schnelleren und langsameren StĂŒcken – Aber viiiiel lĂ€nger 😉 Das war schon mal ein guter Start.

Alpa Bob

Als wir unten ankamen, waren wir gleich beim Ringdepot der nĂ€chsten Rutsche „Alpa Bob“. Die Kinder waren natĂŒrlich sofort Feuer und Flamme, bestanden darauf die Ringe gleich mitzunehmen und so hatten wir bereits die nĂ€chste Aufgabe. Der „Alpa Bob“ ist eine Art Lazy River – Man setzt sich also in die Reifen und gleitet den Fluss hinab, angetrieben von WasserdĂŒsen, die wie Stromschnellen wirken. Es gibt immer wieder Auffangbecken in denen man eine Extrarunde drehen kann und es vor allem fĂŒr die Kinder eine unterhaltsame Herausforderung ist, weiter zu rutschen. Was uns hier sehr gefallen hat, war dass jeder – auch die Kinder – seinen eigenen Reifen hat und man trotzdem gemeinsam unterwegs ist und einander anschupsen kann. Und so waren wir hier mehrmals unterwegs.

Tornado

Schon bald kamen wir auf der zweiten Rutschebene an. Von dort aus gibt es nochmals 6 bis 7 verschiedene Rutschen. Im Zweierbob starteten wir mit dem „Tornado“. Hört sich etwas heftig an fĂŒr 5-JĂ€hrige fand ich. Ein Mitarbeiter vor Ort hat uns dann aber gesagt, dass wir mit den Kindern bedenkenlos fahren könnten. Und so legten wir los. Nach einer kurzen Rutschpartie landeten wir in einem riesigen flachen Trichter im Freien und drehten dort 4 gemĂŒtliche Runden. Durch ein Loch in der Mitte ging die Fahrt dann weiter durch geschlossene Röhren. Beim Eintritt ins GebĂ€ude glitten wir durch einen Wasservorhang ins Auffangbecken. An dieser Bahn hatten die Zwillinge so viel Spass, dass wir sie mehrmals fuhren. Wichtig hierbei ist, dass die schwerere Person vorne sitzt. Im Trichter kann es sein, dass der Doppelbob sich dreht und die Reise rĂŒckwĂ€rts weitergeht. Das ist uns auch einmal passiert, aber es war eigentlich fĂŒr alle ein Spass und kein Grund zur Sorge.

King Cone

Gleich neben dem „Tornado“ liegt der „King Cone“ – Auch hier kann man im Zweierbob oder im Einzelring rutschen. Perfekt fĂŒr uns also. Auf dieser heiteren Rutschpartie durchquert man drei geschlossene Trichter in denen man lustig auf und ab schaukelt bevor es weitergeht. Das ist mal was ganz anderes und entlockte den Kindern unterwegs ein Kichern. NatĂŒrlich wĂŒnschten die Kinder auch hier „nochmaal“ 😉

IceXpress

Der „IceXpress“ startet auf der selben Ebene wie die beiden letzten Rutschbahnen. Hier rutschten wir ohne Gummiboot – Abwechslung soll ja schliesslich sein. Auf der „IceXpress“ glitten wir in einer kĂŒhlblauen Röhre durch unzĂ€hlige lange Kurven – GefĂŒhlt waren es viele mehr als bei den anderen Bahnen. Die hellen Abschnitte werden durch kurze dunkle Abschnitte unterbrochen und gegen Ende ĂŒberraschte uns darin ein schöner Blitz, Donnergrollen und einige Wassertropfen. Hier wĂŒnschten sich die Kinder beim zweiten Mal unbedingt „schneeeeller“ zu rutschen“. Das war ĂŒberhaupt kein Problem, denn im Liegen bringt diese Rutsche ordentlich Tempo.

 

Es gibt noch diverse andere Rutschen wie Thriller, Cresta Canyon, Cobra, Jungle Run, und Doppelbob. Wir fanden diese fĂŒr die Kinder aber noch zu wild und haben daher darauf verzichtet.

 

Die BĂ€der

Alpa Therme

Im Bad hatten wir zuerst dem warmen Outdoor Pool „Alpa Therme“ mit Blick auf den ZĂŒrichsee genossen. Es war ein Spass in den kleinen eiskalten Pool gleich daneben zu hĂŒpfen, wieder in das warme Wasser zurĂŒckzutauchen und das Kribbeln auf der Haut zu spĂŒren – FĂŒr uns Eltern, aber auch fĂŒr die Kinder. Die SprudelsĂ€ulen, die gelegentlich erscheinen, waren fĂŒr die Kinder ein begehrtes Ziel und mussten unbedingt erobert werden. Unsere Kinder konnten noch nicht schwimmen, aber mit unseren Schwimmwesten (*Affiliate-Link) fĂŒhlen sie sich sehr wohl und lieben es auch ohne gehalten zu werden im Wasser zu toben.

Rio Mare

Der Outdoor Pool „Rio Mare“ ist tatsĂ€chlich ein warmer Pool mit einem Fluss. In diesem wird viertelstĂŒndlich mit den WasserdĂŒsen eine Strömung geschaffen mit der man mitschwimmen oder sich mittreiben lassen kann. Die Strömung ist zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich stark – Um 10:15, 13:15 und 13:45 ist sie nur leicht und so gut fĂŒr einen Flussschwumm mit den Kindern geeignet. Mit den Schwimmwesten waren die Kinder gut gesichert, ohne Schwimmhilfe dĂŒrfen die Kinder hier aber auch gar nicht mitschwimmen. Unserem MĂ€dchen und unserem Jungen gefiel das Schwimmen in der Strömung so gut, dass wir insgesamt in drei solchen Zyklen mitschwammen. Dazwischen genossen wir die SprudelbĂ€der und planschten etwas herum.

Der Kinderbereich

Am Ende unseres Besuches entdeckten wir den Kinderbereich. Hier gibt es ein kunterbuntes Planschbecken mit Minirutschbahnen und mit vielen Wasserspielen fĂŒr die Kleinsten. Wer aber denkt das ist alles, hat wohl nicht um die Ecke in den Raum nebenan geschaut. Denn da hat es drei grössere Kinderrutschen auf denen die Kinder bis 6 Jahre alleine rutschen dĂŒrfen. Hier tobte sich unser Nachwuchs am Ende aus bis keine Energie mehr da war. Mein Mann und ich gönnten uns derweil eine Pause auf den Sitzgelegenheiten und unterhielten uns etwas. Bevor wir nach Hause gehen konnten, mussten die Kinder erst noch die grossen Wasserspiele mit Zielscheibe, kippbarem Wassereimer und Wasserpistolen austesten.

 

Es gibt noch andere BĂ€der wie das Jodbad und das Wellenbad. Das Jodbad ist ohnehin erst ab 16 Jahren und fĂŒr das Wellenbad hatten wir am Ende einfach keine Zeit bzw. Energie mehr – Die wurde beim Rutschen schon aufgebracht.

 

Die Verpflegung

Nach dem vielen Rutschen waren wir alle seeeehr hungrig. Wir gingen um etwa 11:30 ist Restaurant „Rio“ und bestellten uns da Burger, Pommes und etwas zu trinken. Es gibt sowohl einfache Fleischgerichte wie Schnitzel, Hot Dogs oder Chicken Nuggets als auch vegetarische Optionen wie Salat, Pommes Frites und Nudeln. Das Essen ist OK – Lange Zeit hat man eh nicht, da die Kinder schon bald wieder baden gehen möchten 😉

 

Unsere Tipps

  • Gerade am Wochenende ist der Wasserpark gut besucht. Um eine lange Wartezeit zu vermeiden sind wir zur TĂŒröffnung um 10:00 vor Ort gewesen. Das hat sich gelohnt.
  • Der Checkin mit den Onlinetickets ging flux, die Schlange an der Kasse war dagegen einiges langsamer und lĂ€nger. Ich wĂŒrde deshalb auch nĂ€chstes Mal Onlinetickets buchen.
  • Die Schlangen an den Rutschen waren morgens nur ganz kurz, nach dem Mittagessen musste man dann schon etwas lĂ€nger anstehen. Wenn ihr frĂŒh da seid, nutzt die Gelegenheit und geht erst mal rutschen 😉
  • Die Eintrittspreise des Alpamare lassen einem erst mal staunen – FĂŒr eine Familie ganz schön teuer.  FĂŒr unseren Besuch haben wir daher eine spezielle Herbstaktion genutzt mit der die Erwachseneneintritte 30% reduziert waren. Es lohnt sich also, die Augen eine Zeit lang offen zu halten 😉
  • Zusatztipp: Online sind die Tickets etwas gĂŒnstiger als an der Kasse vor Ort.
  • Die 4 Stunden Tickets sind einiges gĂŒnstiger als die Ganztagestickets. Mit kleinen Kindern haben uns die 4 Stunden definitiv ausgereicht – FĂŒr Umziehen, Rutschen, Essen, Baden, Spielen, Duschen und Anziehen.
  • Schwimmwesten mitbringen – Damit konnten wir ohne Angst planschen und die Kinder auch im Rio Mare mitschwimmen. NatĂŒrlich waren wir aber dennoch immer an der Seite unserer Kinder.

 

Wart Ihr auch schon im Alpamare? Wie hat es Euch gefallen? Was sind Eure liebsten FamilienausflĂŒge in den Herbst und Wintermonaten?

 

Liebe GrĂŒsse

Alexandra

 

Bildquelle: Fotografieren ist im Bad natĂŒrlich verboten und wie Ihr wisst, ist es mir wichtig die WĂŒrde und PrivatspĂ€hre meiner Mitmenschen zu schĂŒtzen. Ich fotografiere sonst immer selbst. Damit ich Euch dennoch ein zwei Bilder zeigen konnte, hab ich diesmal jedoch beim Alpamare angefragt ob sie mir eine Auswahl an Bildern zukommen lassen wĂŒrden, die ich verwenden darf.