Die richtige Schlafsituation finden

Auch hier tickt jede Familie anders und die individuellen Lösungen hängen vermutlich ganz von den Bedürfnissen der Babys ab. Schlafen die Babys in Stubenwagen, die tagsüber im Wohnzimmer sind und nachts im Elternzimmer? Schlafen die Zwillinge von Beginn weg im eigenen Zimmer und Mama hat dort ein Nachquartier für unruhige Nächte und das Stillen? Oder schlaft ihr alle zusammen im Familienbett?

Jede einzelne Variante lässt sich nochmals ganz anders umsetzen. Unsere Zwillinge schliefen beispielsweise am besten, wenn sie einander spüren konnten. Daher teilten sie sich bald ein Bettchen. Später lassen sich hierfür wunderbar zwei Babybettchen zusammen bauen ohne den mittleren Herausfallschutz. Sind sie Kinder dann zu wild, lässt man die Mittelwand drin – Durch die Stäbe können sie sich trotzdem sehen und berühren.

Schlafen die Babys im Elternzimmer geht das in Stubenwagen, in Beischlafbetten oder im Elternbett. Dort kann es ganz schön eng werden zu viert. Ist genügend Platz im Zimmer lässt sich das Elternbett zum Familienbett verbreitern. Unsere Babys hingegen schliefen meist im eigenen Zimmer, bei Bedarf verbrachte ich die Nacht bei ihnen im Zimmer auf einer Matratze. Und manchmal schliefen beide bei uns – Mit etwas Kreativität haben nämlich auch im handelsüblichen 180×200 Elternbett alle genügend Platz 😉

 

Sich passend einrichten

So ein Leben mit Zwillingen bringt viel Veränderung mit sich. Nicht nur anfangs, sondern auch im Laufe der Zeit. Sie entwickeln sich rasch und das erfordert immer mal wieder ein Umdenken – Da hilft es immer wieder sich entsprechend der neuen Bedürfnisse einzurichten.

Anfangs liegen sie auf ihrem Plätzchen und sind dort in Sicherheit. Nach ein paar Wochen beginnen sie sich aufzurichten und zu drehen, da kippt man gerne einmal und stösst sich das Köpfchen. Da in dieser Zeit auch Mama und Papa oft auf die selbe Ebene gehen wie die Babys, kann es helfen eine Riesenkrabbeldecke einzusetzen. Da ist das Köpfchen in Sicherheit und auch Mama und Papa können es sich so auf der weichen Unterlage gemütlich machen. Eine solche Riesenkrabbeldecke lässt sich ganz einfach auch selbst machen – oder von der Oma 😉

Sobald die Babys mobil sind, geht es rund. So beispielsweise auch beim Wickeln. Babybetten beispielsweise sind ein wunderbarer Ort einen krabbelnden Zwilling in Sicherheit zu wissen, während man den anderen wickelt. Eine extrabreite Wickelmatte hingegen hilft, wenn der Nachwuchs den Mamabauch als cooles Tretziel betrachtet – Das Baby einfach im 45-Grad Winkel hinlegen und leicht seitlich wickeln 😉 In dieser aktiven Phase gibt es noch viele andere Tricks mit denen das Wickeln wieder leichter wird 🙂

Das Thema Laufgitter ist spannungsgeladen. Wenn man die Gehschule kreativ einsetzt, kann sie jedoch gute Dienste tun. Unsere Kinder mochten den als Kuschel- und Spielecke eingerichtete Laufstall zwar sehr gerne, wir hatten es aber meist anders im Einsatz. Wir platzierten es beispielsweise nicht um die Kinder, sondern um jene Dinge, die für die Kinder gefährlich waren oder die vor ihnen geschützt werden sollten. Beispielsweise den Weihnachtsbaum, die Kamera auf dem Stativ, die Treppe, usw. Wenn wir  den Grosspapa besuchten, nahmen wir das Laufgitter manchmal mit und funktinionierten es zu einem gemeinsamen Bett um.

 

Gelegenheiten nutzen

Als Mama von Zwillingen solltest Du jede Gelegenheit nutzen, die sich bietet um Dir oder Euch als Paar etwas Gutes zu tun 🙂

 

Geh duschen

Gerade anfangs dauerte bei uns das Stillen sehr lange. Weil die Kinder nur wenig Kraft hatten, tranken sie sehr langsam und in kleinen Schlucken. Das anschliessende Bäuern und allfällige Schunkeln bei Bauchweh brauchte seine Zeit. Danach pumpte ich den Rest der Milch ab. Von den 3 Stunde blieb so oft nicht mehr bis die nächste Mahlzeit serviert werden sollte. Wenn die Zwillinge nach der vormittäglichen Mahlzeit dann kurz gleichzeitig ein Schläfchen auf Ihrer Riesen-Krabbeldecke hielten, stahlt ich mich unter die Dusche. Falls es mit dem Nickerchen nicht klappte, legte ich sie auf unsere breite Wickelmatte vor die Badewanne und liess sie mir beim Duschen zusehen. Spielten sie gerade mit etwas ganz fasziniert, legte ich sie damit in ihre Babybettchen. Die Duschen waren meist sehr kurz, aber es reichte um mich sauber und erfrischt zu fühlen. Ich hab in den ganzen 4 Jahren seit ich Zwillinge habe, vermutlich nur an 2 Tagen nicht geduscht.

 

Geht gemeinsam Mittagessen

Irgendwann kam die Phase an der die Babys Mittags ein längeres Schläfchen hielten. Als ich das feststellte, verlegte ich unseren alltäglichen Spaziergang auf die Zeit kurz vor dem Mittag. So konnte ich unterwegs in aller Ruhe auf einer Parkbank ein Sandwich essen. Als sich das so einpendelte und mein Mann frei hatte, wagten wir es. Wir gingen gemeinsam mit den Zwillingen im Kinderwagen in einem Restaurant Mittagessen. Die anderen Gäste wie auch die Serviceangestellten blickten entzückt in den Wagen und gratulierten uns zu den lieben Babys. Anfangs brauchte es etwas Mut, aber als es klappte wiederholten wir das wöchentlich. Zu unserer Entspannung beigetragen, hat dabei auch der Trick um beide Babys unterwegs gleichzeitig die Flasche geben zu können. Wir genossen diese Freiheit, so lange bis die Phase wieder vorbei war 😉

 

So, das waren all jene Tipps, die mir das Leben in der ersten Zeit erleichtert haben. Diese Liste ist noch nicht ganz komplett und ich werde sie erweitern wenn mir nochmals etwas in den Sinn kommt. Weitere Tipps für Zwillingseltern mit Kindern ab 6 Monaten findet Ihr beim Stöbern auf meiner Homepage im Unterpunkt „Mama-Alltag / Zwillinge„.

 

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Pinterest - Leichter durch die erste Zeit mit Zwillingen

 

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