Tipp 110: Wenn chronische Unterleibsschmerzen auftreten – Verwachsungen erkennen

Von Verwachsungen oder Verklebungen hatte ich noch nie etwas gehört, bis ich selbst betroffen war. Nach dem Kaiserschnitt hatte ich bei raschen Ausfallschritten immer wieder Unterleibsschmerzen, die sich wie Messerstiche anfühlten. Diese spührte ich vor allem, wenn ich herbeieilte um ein stolperndes Kind aufzufangen. Beim Volleyball spielen waren die Schmerzen so stark, dass ich aus der Mannschaft austrat und den Sport ganz an den Nagel hängte.

Verwachsungen, Verklebungen oder medizin gesprochen Adhäsionen sind innere Narben, die nach Operationen zu unnatürlichen Verbindungen zwischen den Organen und Geweben führen. Sie sehen aus wie eine Membran, die sich zwischen den Organen und dem Bauchfell spannt – Das ist auch der Grund für den Schmerz. Das Bauchfell ist sehr empfindlich und durch die Verwachsungen in seiner Elastizität beeinträchtigt. So kommt es bei bestimmten Bewegungen zu einem Gefühl des Reissens oder von Messerstichen.

Anfänglich wurden die Beschwerden mit Magnesium behandelt, da davon ausgegangen wurde, dass die Bänder von der Zwillingsschwangerschaft noch ziemlich beansprucht waren und der Schmerz irgendwann vergehen würde. Doch leider waren die Schmerzen auch 18 Monate nach der Geburt noch da. Andere Behandlungen wie beispielsweise Physiotherapie oder Osteopathie können Verwachsungen leider auch nicht lösen.

Die Schwierigkeit Verwachsungen zu erkennen, besteht darin, dass sie aus Gewebe bestehen und somit auf dem Ultraschall nicht sichtbar sind. Auch auf dem CT wären sie nur sichtbar wenn man in Bewegung ist. Beim CT muss man jedoch still liegen und so sind sie dabei kaum feststellbar.

Aufgrund meiner Beschwerden beschloss meine Frauenärztin dann eine Bauchspiegelung zu machen und allfällige Verwachsungen dabei gleich zu lösen. Bei mir war der ganze Raum zwischen den Organen voll davon. Glücklichweise konnte die Ärztin jedoch alle entfernen ohne das eine erneute Öffnung des Kaiserschnittes notwendig war. Nun liege ich im Krankenhausbett, hoffe auf gute Genesung und träume davon vielleicht bald wieder Volleyball spielen zu können 🙂

Hatte jemand von Euch ebenfalls Verwachsungen? Wie wurde es bei Euch erkannt und behandelt?

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10 Kommentare zu „Tipp 110: Wenn chronische Unterleibsschmerzen auftreten – Verwachsungen erkennen

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  1. Ich zähle leider auch zu den Betroffenen. Habe auch heute, über 2 Jahre nach der Geburt meiner Zwillinge immer noch Schmerzen im Narbenbereich, meist wenn ich Sport betreibe. Meine Frauenärztin sprach da auch von Verklebungen, die allerdings auch nur mit OP beseitigt werden können. Da die Schmerzen erträglich sind und mich nicht daran hindern Sport auszuüben und wie ich nun auch weiß nicht weiter gefährlich, habe ich mich gegen eine OP entschieden.

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  2. Liebe Alexandra, ich hoffe, Dir geht es besser. Auch ich hatte nach Kind 1 starke Verwachsungen, nach dem 2. Kaiserschnitt waren sie länger mit den Verwachsungen beschäftigt als mit der Geburt. Ich hatte nur nie schlimme Beschwerden. Da ich vorher schon Schmerzen durch eine Spirale hatte, nahm ich das nicht so ernst…..alles Liebe, Ann

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      1. Danke, liebe Alexandra. Keine Ahnung, ich wette, wenn man mich öffnen würde, gäb`s genug wegzuschneiden. Aber ich habe keine Beschwerden und wie mir der Chirurg erklärte, hinterlässt jeder Eingriff Narbengewebe und ich neige zu viel…..das könnte dann eine neverending story werden !! Liebe Grüße…ich freue mich total, dass es Dir wieder gut geht. Ich hatte einen ordentlichen Schreck bekommen!!

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