Zwillingslaufgitter? Jein!

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Das Thema Laufstall ist spannungsgeladen – Die einen sind strikt dagegen, die anderen wissen nicht wie sonst sie den Zwillingen beikommen können. Die Entscheidung für oder gegen einen Laufstall muss jedes Elternpaar für sich selbst treffen. Wir waren skeptisch, wollten jedoch einen Feldversuch starten und sehen, ob das Laufgitter uns das Leben mit den Zwillingen vereinfacht oder nicht.

Die handelsüblichen Laufgitter sind maximal 1.2 x 1.2 m – Für Zwillinge in unseren Augen viel zu klein. Die Babyhäuser hatten meist nur diese Modelle im Einsatz. Im Onlinehandel werden jedoch auch grosse Laufställe aus Holz oder Plastik angeboten, die aus 8 Elementen bestehen, wahlweise als Vier- oder Achteck aufgestellt werden können und so eine Fläche von 1.8 x 1.8 m abdecken.

Wir hatten das Laufgitter lange in der Stube aufgestellt, mit einer 2 x2 m grossen Krabbeldecke unterlegt und es meist offen als Spielfläche mit allerhand Spielsachen im Einsatz. Geschlossen haben wir es nur, wenn man kurz nicht bei den Zwillingen sein konnte – Beispielsweise zum Duschen oder wenn es an der Tür klingelte. Die Idee war soweit gut, allerdings kam es bei diesen Situationen jeweils zu Geschrei weil unser zartes Mädchen dabei unserem wilden Jungen immer mal wieder in den Weg kam. So entschied ich mich, die Zwillinge in solchen Situationen lieber mit Spielsachen in ihre Bettchen zu stecken, wo sie friedlich nebeneinander jeder in seinem Bereich spielen konnten (unsere Gitterbettchen stehen Seite an Seite).

War das Laufgitter also unnütz? Nein auf keinen Fall, denn es konnte sehr vielfältig eingesetzt werden und wir und Freunde von uns waren immer wieder froh darum:

  • um die Kinder von gefährlichen Orten fernzuhalten (z.B. vom Grill bei einem Sommerfest oder von einer Wendeltreppe in einer Wohnung)
  • um etwas vor den Kindern zu schützen (z.B. den Weihnachtsbaum oder die Kamera auf dem Stativ)
  • um kreative Lösungen zu finden (z.B. eine 90 x 200 cm grosse Matratze zu einem gemeinsamen Babybett umzufunktionieren)
  • um einzelnen Kindern Raum zu geben etwas ungestört zu tun ( z.B. wenn der grosse Bruder einen Turm bauen will und die kleinen Zwillinge ihn nicht stürzen sollen)

Seit einiger Zeit setzen wir es nur noch in den obengenannten Fällen ein und sind trotzdem froh, dass wir uns einen Laufstall angeschafft haben.

Habt Ihr einen Laufstall? Wie setzt Ihr ihn ein?

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15 Kommentare zu „Zwillingslaufgitter? Jein!

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  1. Wir hatten einen Hund, da war es praktisch, einen Laufstall zu haben. Es konnte ungestört gespielt werden oder wenn ich duschen wollte o.ä. war es ein sicherer Aufbewahrúngsort!

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  2. 2 Laufställe. Eines war Stubenwagenersatz mit 1,24 x 1,24 und ist heute noch vormittags Spielbereich wenn sie ihr trockenes Brötchen mampfen und Mama ein wenig am PC arbeitet.

    Der große Laufstall in der Stube war anfangs wirklich Laufstall und nun schützt er zur Hälfte einen Durchgang und zur Hälfte den Fernseher. xD

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      1. Auseinandergeschraubt und in 2 Hälften festgeklemmt hinter Möbeln. Und guter Schutz gegen Hunde ebenfalls, da wir 3 haben. Wobei ein Hund kommt in den normalen Laufstall rein und klaut sich da immer die Gurke raus….

        Aber eine Sicherung irgendwie muss sein, unsere Toilette ist außerhalb der Wohnung halbe Etage tiefer im Treppenhaus. Da müssen die Kids hundesicher irgendwo sich aufhalten können.

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  3. Wir haben auch ein laufgitter 1,40 x 1,40 m. Und ich bin froh das wir es haben. Bestes beispiel: mir ist in der küche eine glasflasche auf die fliesen gefallen und schwupps kamen zwei mäuse um die ecke um zu sehen was passiert ist. Und in solchen Situationen kann man die kinder eher nicht „freilaufend“ gebrauchen und daher hab ich sie ins laufgitter gesetzt. Aber auch sonst. Als die noch kleinder waren haben sie dort auch viel geschlafen oder vor sich hin gespielt. Lngsam nutzen wir es weniger, aber noch bauen wir es nicht ab.

    Gefällt 2 Personen

  4. wir hatten auch eines, allerdings ein normales. Ich weiss nicht wie ich das sonst geschafft hätte mit wohnen im 2. Stock und WM im Keller. Allerdings hatten wir es bei Nichtbedarf zusammenklappen können und gebrauchten es nur in der ersten Hälfte des zweiten Lebensjahres intensiv.

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  5. Wir hatten auch ein großes 8-eckiges, in das die ganze Familie reinpasst, aber es stand meistens offen, weil der große Bruder immer mit rein wollte und wir keine Lust hatten, es immer auf und zu zu machen 🙂
    Aber es eignet sich bestens, um Spielzeug dran zu hängen, zum Laufenlernen oder Löwenkäfig spielen 🙂
    Ich hatte auch mal bei Amazon geguckt, da gibt es welche aus Plastik für den Garten (wie ein kleiner Zaun), wir haben uns aber dagegen entschieden.

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  6. Die ersten Monate hatten wir eins 1mx1m zum schlafen, spielen (z. B. Wasserbälle) war rücken schonender als der Boden. Irgendwann kam ein großes dazu. Das haben wir bisher als solches noch nie aufgebaut. Aber die Tür und 2 Elemente schützt einen Treppenaufgang da der Herr mit 9 Monaten 5 Stufen mal schnell hochkam bis ich da war, und 3 Elemente schützen den Kinderwagen da bei uns alles offen ist und die Räder grade jetzt im Winter sehr dreckig und salzig sind. Und die ja sehr interessant sind.

    (Ich hab gestern den Wasserball Kommentar geschrieben aber der war schneller raus als ich mich outen konnte)

    Gefällt 1 Person

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